Saisonrückblick 2019/20, Teil 3

Teil 3 unseres Saisonrückblicks erscheint etwas später als geplant und beschäftigt sich mit unseren E-Jugendmannschaften. Neben den beiden Großspielgemeinschaften Wagrien (5 Teams) und Ostsee (ebenfalls 3 Teams) war der HSC einer von nur noch drei Vereinen, die in dieser Altersklasse mehr als zwei Mannschaften ins Rennen schicken konnten.

männliche Jugend E2

Wie schon 2018/19 ging man mit zwei männlichen E-Jugenden an den Start, wobei die Mannschaften dieses Jahr scheinbar wesentlich ausgeglichener besetzt waren als in der Vorsaison. Mit Ausnahme des ersten Spieltags, als noch eine andere Zusammensetzung der beiden E-Jugenden angedacht war, war ein Aushelfen aus der E1 in der E2 in diesem Jahr nicht so einfach möglich. Vor diesem Hintergrund sind sowohl die weiteren sechs erzielten Punktgewinne als auch die guten Spiele gegen Oldenburg und Grömitz positiv zu bewerten. So gelang es unserer mE2 mit der Qualifikation für die „mittlere“ Rückrundenstaffel bereits im Januar, vier Mannschaften sicher hinter sich zu lassen und das Saisonziel zu erreichen.

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Wie bei vielen anderen Mannschaften im Mittelfeld der Kreisliga auch, gab es in den Spielen der mE2 zum Teil erhebliche Leistungsschwankungen. Besonders gute Spiele machte man unter anderem in den beiden Begegnungen mit Wagrien 3, gegen die die 2. Mannschaft sogar besser aussah als die mE1. Am Saisonende gab es – auch bedingt durch die Verletzung eines unserer beiden Haupttorschützen – demgegenüber zwei Spiele gegen Ahrensbök, bei denen deutlich weniger zusammenlief. Neben der Tagesform spielte natürlich immer auch eine Rolle, ob die mE2 in Bestbesetzung antreten konnte. Aber dies ist bei den allermeisten Mannschaften im Liga-Mittelfeld sicherlich nicht anders gewesen. Insgesamt war es also ein sehr interessanter Saisonverlauf, in welchem viele Spieler unter Beweis stellen konnten, dass sie durchaus über Potenzial verfügen.

männliche Jugend E1

Kein eindeutiges Fazit kann man aus der Saison der mE1 ziehen, die sich in der Hinrunde einen Platz unter den ersten vier und damit die Qualifikation für die Kreisliga-Endrunde sicherte. Positiv war die Tatsache, dass der HSC erneut die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga stellte, auch wenn man dafür nur die fünftmeisten Punkte in eigener Halle holte. Interessant ist, dass sich hier eine Tendenz des Vorjahres bestätigt: Wie 2018/19 gehörte man zu den Top 4 der Liga – und wie 2018/19 waren auch in dieser Saison die drei anderen Teams dieser Gruppe wesentlich heimstärker als der HSC. Bemerkenswerte Zahlen, aus denen jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen mag.

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Die spielerische Leistung des HSC reichte von einem äußerst durchwachsenen Auftritt in Grömitz bis hin zu den guten Spielen gegen Wagrien 2 und Ratekau. Insbesondere letztere Begegnung war eine positive Überraschung, da mit Thore, Samuel und Erik der gesamte etatmäßige Angriff fehlte. Einen erheblichen Einfluss auf den Saisonverlauf hatte weiterhin die Tatsache, dass unsere mE-Jungs erstmals auch Spielerfahrung in der D-Jugend sammeln durften. Gerade die Jungs, die regelmäßig in den mD-Spielen eingesetzt wurden, profitierten merklich von der zusätzlichen Spielpraxis und lieferten im 1:5-System zum Teil erheblich bessere Leistungen ab als in der E-Jugend. Hier zeigte sich, dass unsere Spielform sich zumindest langfristig auszahlen wird: In der mE-Kreisliga mussten wir gegen defensive Mannschaften ein paar (z.T. unglückliche) Punktverluste hinnehmen – gegen die offensiven Teams blieben wir aber auch in diesem Jahr wieder ungeschlagen.

Wenig mit Kinderhandball zu tun hatte erneut eine Begegnung, aus der wir in den letzten 24 Monaten schon einiges gewohnt waren (behindertenfeindliche Bemerkungen des Trainerteams, heftige Beleidigungen gegen HSC-Kinder und -Verantwortliche durch Spielereltern, u.v.m.) – wenn man seinen Haupttorschützen absichtlich auf den Kopf unseres Torhüters zielen lässt, ist allerdings eine Grenze überschritten, die eine gesonderte Erwähnung im Jahresrückblick rechtfertigt. Abschließen wollen wir diese Rückschau auf die Saison unserer beiden mE-Teams aber mit einem positiven Ereignis, nämlich dem Trainingsspiel unserer mE mit den Mädchen der HSG Wagrien. Diese zeigten unseren Jungs kurz vor Saisonabbruch nämlich noch einmal, wie weit man im Zusammenspiel auch in den Jahrgängen 2009 und 2010 schon sein könnte.

weibliche Jugend E

Zu Saisonbeginn nahmen nur sechs Mannschaften am Spielbetrieb der Kreisliga teil, so dass von vorneherein eine Dreifachrunde gespielt werden musste. Die sportlichen Verhältnisse waren eindeutig, da die Mädchen der HSG Wagrien spielerisch wesentlich stärker als die weiteren E-Jugenden in Ostholstein waren (und das schließt auch unsere mJE ein). Das Lob zur fairen Spielweise, das wir in der letzten Saison aussprachen können wir im Bezug auf das diesjährige Trainerteam nur wiederholen, gerade weil der respektvolle Umgang mit dem Gegner und der Verzicht auf haushohe Ergebnisse (bedauerlicherweise) keine Selbstverständlichkeiten mehr sind. Dementsprechend ist es auch sehr gerecht, dass die HSG-Mädchen ihre Meisterschaft früh- und noch rechtzeitig feiern durften.

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Die Ausgangslage für unsere Mädchen war nicht ganz so eindeutig, mussten unsere Haupttorschützin und die Torhüterin der Vorsaison doch in die D-Jugend wechseln. Noch viel stärker als bei der mE konnte man in der wE-Kreisliga dann die Beobachtung machen, dass die Tagesform erhebliche Unterschiede machen kann: Die Ergebnisse zwischen Hin-, Mittel- und Rückspiel unterschieden sich teilweise um vierzig Tore. Die HSC-Mädchen holten in Anbetracht der Vorbedingungen ein annehmbares Ergebnis: Nachdem sie Anfang Februar ihre stärkste Saisonleistung zeigten und mit 23:21 bei der HSG Wagrien 2 gewannen, stand fest, dass man alle Teams der Liga (außer Wagrien 1) mindestens einmal bezwungen hatte. Positiv war zudem, dass die Mädchen der Jahrgänge 2010 und 2011 ihre Torausbeute in der zweiten Saisonhälfte mehr als verachtfachen konnten.

Die Schattenseiten der Saison waren zum einen die Abwerbebemühungen gleich drei verschiedener Vereine. Zum anderen wurden unsere wE-Mädchen von den o.g. Vorfällen bei der mE1 in Mitleidenschaft gezogen, so dass es im betreffenden Auswärtsspiel zu einer merkwürdigen zweiten Halbzeit und zahlreichen blauen Flecken kam. Auch dieses Kapitel ist aber nun – zumindest in der bisherigen Form – endlich abgeschlossen.

Zum Abschluss bleibt noch zu erwähnen, dass unsere Mädchen in dieser Saison gegen defensive Mannschaften überraschend gut abschnitten: Gegen die drei Teams, die mit einer 6:0-Abwehr agierten, holten wir 12:4 Punkte und kassierten nur einmal mehr als zwanzig Tore. Demgegenüber erzielten unsere drei offensiven Gegner nicht nur jedes Mal über zwanzig Tore, sondern holten auch 6:6 Punkte gegen den HSC. Es zeigt sich also erneut, dass unsere gelegentliche Kritik an der Missachtung der vorgeschriebenen Spielform nicht von ergebnisorientierten Erwägungen motiviert sind.


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